Sicherheitstraining 2009
Bericht von Karsten
Wie schon länger geplant wollten wir gemeinsam ein Fahrsicherheitstraining absolvieren. Der Termin dafür wurde auf So den 19.4.09 gelegt. Riskant, denn zu dieser Jahreszeit kann dich im Siegerland wettermäßig alles erwarten. Die Woche vor dem 19. war genial. Sonnenschein satt und angenehme Temperaturen verwöhnten einen bis zum 17. und dann war Schluss mit lustig. Wir hatten wieder typisches Siegerländerwetter. Also Regen in überfluss. Ok bis Sonntag soll es wieder schön werden, aber was ist mit der Ausfahrt am Samstag?
Samstag 10.00 Uhr
Die Dortmunder, Bernd, Uwe und Alex starteten bei Sonnenschein. Die Münsteraner Wolle und Andi waren zu dieser Zeit und bei gutem Wetter auch schon unterwegs. Ellen und ich packten uns wasserdicht und warm ein, nicht warm genug, und fuhren den Dortmundern im leichten Regen entgegen. Verflixt war das kalt an den Fingern. Aber wenigstens hatte es aufgehört zu regnen. Wir fuhren fast bis Werdohl, machten dort einen Tankstop und da kamen auch gerade die DO Jungs angedonnert. Alex hatte sich etwas bei der Kleidung vergriffen und war im Sommerdress unterwegs. Aber mit einem Paar Adiletten, die als Windschott unter der Weste steckten, blieb er von größeren Frostschäden verschont. An Finnentrop vorbei , durch´s Repetal nach Welschen Ennest. Von dort sind es dann noch 20 km die z.T. über eine sehr schöne und kurvenreiche Landstrasse nach Kreuztal führte. Zum Auftauen gab es erstmal Tee und Kaffee. Ellens Suppe vertrieb anschließend noch den letzten Eiswürfel. Mittlerweile waren auch Andi, mit einer fetten Reiseenduro aus Austria und Wolle mit einer SR eingetroffen. Gestärkt, gut gelaunt und mit einer dicken Siegener-Zeitung statt Adiletten starteten wir unsere kleine Ausfahrt. Erstes Ziel war der Rhein-Weser-Turm im Rothaargebirge. Auf 700m ü.N.N. hätte man von dort bei schönem Wetter eine super Aussicht genießen können. Da es nix war mit Fernsicht wurde der Nahbereich betrachtet. In der Gasstätte befanden sich außer lebenden Personen auch noch einige ausgestopfte Exemplare der Tierwelt. Es gab überlegungen ob sich so ein Fuchs oder Dachs besser machen würde wie die Zeitung unter der Weste. Aber die Biester hatten Glück und konnten ihren Pelz behalten. Die weitere Strecke führte in den Kreis Olpe wo wir Neger angefahren haben. Nein es gab keine Körperverletzung dunkelhäutiger Bewohner. Aber es gibt drei sehr kleine Ortschaften im Negertal, Ober- Mittel- und Unterneger. Von dort ging es wieder, über ein paar zügig befahrbare Landstraßen, zurück Richtung Basislager. Eine kleine Pause wurde noch in Hilchenbach gemacht, denn dort war an diesem Wochenende das Treffen der MZ Freunde. Und siehe einer an: Da steht auch eine SR der „kleinen Feiglinge“ in den Reihen der „Rängdängdängs“. Kurz mal „Hallo“ sagen, die Mopeds anschauen und ab nach Heim. Daheim lagen noch ein paar Würste die dringend auf den Grill mussten. In gemütlicher Runde, von einer Käsewolke umgeben, wurde noch bis weit nach Mitternacht geredet und zum guten Abschluss noch den erstklassigen Messefilm von Piotr angesehen.
Sontag 6.00 Uhr
Die Nacht war kurz und der Typ im Bad-Spiegel sah noch müde aus. Wasser in´s Gesicht und ab in die Küche. Das Frühstück war schnell vorbereitet und um 7.00 saßen alle am Tisch. Alle bis auf Wolle und Andi. Die beiden hatten sich ein Zimmer genommen, weil sie unsere Wasserrechnung schonen wollten. Na ja, wenn sie meinen. Gegen 7.45 kamen Hubert, Thomas und Stefan aus DO angereist und wir könnten los wenn die Münsteraner auch kämen. Endlich, die KTM kommt um die Ecke. Allerdings war sie mit 2 Personen besetzt. Wolle´s SR war leider der Meinung „ich verlier jetzt mal mein öl an der Schaltwelle“. Mit 10 Maschinen fuhren wir nach Erndtebrück zur BW Kaserne. Alex fuhr dann wegen Nichtteilnahme am Training von dort aus nach Hause. In der Kaserne fand das Fahrsicherheitstraining statt. Jan aus Pinneberg und der Trainer waren auch schon da und somit konnten wir sofort beginnen. Nach einem kurzen Vorstellungsgespräch ging es auf den Platz. Leider hat sich auch da die Finanzkrise bemerkbar gemacht und der Teer war stellenweise kaputt. Gefallen hat uns dies nicht, denn man wollte sich ja nicht auf den Appel legen. Angefangen wurde einer Durchsicht der Mopeds und dann mit ein paar Aufwärmrunden die teilweise mit Turnübungen verbunden waren. Schon mal die Schuhe auf der Sitzbank gehabt und gehockt oder auf der Bank gekniet? Geht alles, wenn auch mit Schwierigkeiten weil die alten Knochen nicht mehr so wollen. Es folgten verschiedene Fahr- und Bremsübungen, die immer wieder durch kurze Anweisungen und Tipps unterbrochen wurden. Damit Wolle auch seine Runden drehen konnte gab es zwischendurch Fahrerwechsel, wenn nicht eh die Hälfte der Leute unterwegs waren. Somit konnte er auch ohne eigene Maschine den größten Teil der übungen absolvieren. Nach gut 3 Stunden Bremsen, Ausweichen, Slalom ... haben wir die Kantine aufgesucht. Ein Sternchen wird der Koch nicht bekommen aber wir sind günstig satt geworden. Anschließend konnten wir die Kalorien wieder mit Fahrübungen und „Oma totfahren“ abbauen. Bei „Oma totfahren“ ging es folgendermaßen zu. Du fuhrst mit ca 40 auf den Trainer zu. Vor einem Hindernis kam ein Handzeichen von ihm. Linke bzw. rechte Hand hoch bedeutete Oma von links bzw. rechts und du musstest nach rechts bzw. links ausweichen. Soweit die Theorie. Die Praxis sah oft anders aus. Handzeichen (Oma) gesehen, fixiert und darauf zugefahren. Den Blick abwenden von der Oma ist die Lösung für ein langes Leben, für die Oma und uns! Andi hat uns noch tolle Bremsmanöver mit der KTM vorgeführt. Dank ABS konnte er in die Eisen steigen und Bremswege erreichen die wir mit unseren Oldies nicht schaffen. Gegen 16.00 war dann der Spaß vorbei und es ging wieder in den Besprechungsraum. Jeder hatte nun die Möglichkeit sich zum Tagesablauf zu äußern. Als Kritikpunkt kam nur der schlechte Zustand der Teerdecke zur Sprache ansonsten war jeder, hoffe ich jedenfalls, mit dem Training zufrieden. Etwas geschafft und teils mit leichtem Sonnenbrand machten wir uns auf den Weg. Jan hatte ein Heimspiel, da er bei der Verwandtschaft in Erndtebrück zu Besuch war, Andi und Wolle fuhren zusammen nach Münster und der Rest der Mannschaft nach Ferndorf. Dort packten die übernachtungsgäste ihre Sachen und machten sich wieder auf den Heimweg. Wolle hat seine SR am Montag mit dem Lieferwagen abgeholt und ich hoffe der Schaden ist wieder behoben.
Fazit: Es war ein sehr schönes Wochenende an dem man wieder sehr nette Leute kennen gelernt, ein wenig die Reifen rundgefahren, gefroren, geschwitzt, viel geredet und natürlich die Beherrschung des Motorrads verbessert hat.
Gruß
Karsten


